{"id":1924,"date":"2024-09-26T13:12:27","date_gmt":"2024-09-26T11:12:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kantorei-johannisthal.de\/?p=1924"},"modified":"2024-09-26T13:12:27","modified_gmt":"2024-09-26T11:12:27","slug":"konzert-zum-ewigkeitssonntag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kantorei-johannisthal.de\/?p=1924","title":{"rendered":"Konzert zum Ewigkeitssonntag"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ev-kirche-johannisthal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/241124_MozartRequiem.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eines der r\u00e4tselvollsten, unvollendeten und gleichzeitig gro\u00dfartigsten Werke der&nbsp; Musikgeschichte ist das&nbsp;<strong>Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sein letztes Werk. Er muss gesp\u00fcrt haben, dass er selbst dieses grandiose Werk nicht&nbsp; mehr vollenden kann. Er hat, wie sonst nie, die Musik mit ausgew\u00e4hlten Sch\u00fclern besprochen und Skizzen zu den einzelnen S\u00e4tzen hinterlassen. So konnte dieses Requiem nach Mozarts Vorstellungen von seinem Sch\u00fcler F. X. S\u00fc\u00dfmayr vollendet werden. Mozart stirbt, seine Schrift bricht ab im 8. Takt des \u201eLacrimosa\u201c (\u201eTr\u00e4nenvollster aller Tage\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Man sp\u00fcrt durch diese Musik die Angst und gleichzeitig die Zuversicht auf das Kommende. Wir haben es hier mit dem vielleicht pers\u00f6nlichsten Werk eines Komponisten \u00fcberhaupt zu tun. Voller sch\u00f6nster Melodien, voller gr\u00f6sster Dramatik, voller Inbrunst \u2013 ein Wechselbad der Gef\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Mozart h\u00e4tte sicher ein l\u00e4ngeres Werk geschaffen. S\u00fc\u00dfmayr hat sich akribisch an Mozarts Notizen und Absprachen gehalten. Und das war gut so. Allerdings dauert das Requiem dadurch nur ca. 45 Minuten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDies irae\u201c (\u201eTag des Zornes, Tag der Klage\u201c) \u2013 das J\u00fcngste Gericht ist das Thema jeden Requiems \u2013 Johann Sebastian Bach hat uns kein Requiem hinterlassen, sehr wohl aber Kantaten<br \/>zu diesem Thema.&nbsp;So h\u00f6ren wir zu Beginn dieses Konzertes die&nbsp;<strong>Kantate BWV 70 \u201eWachet! betet! betet! wachet!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eindr\u00fccklich wird uns vor Augen und Ohren gef\u00fchrt, dass wir immer auf das Ende gefasst sein sollen, um so unser Leben lebenswert zu gestalten. Es ist eine gleichsam dramatische wie fr\u00f6hliche Musik. Bach hat diese Kantate schon in Weimar geschrieben, und da er sie selbst besonders gut fand, hat er sie f\u00fcr den Festgottesdienst am 26. Sonntag nach Trinitatis 1723 in Leipzig erweitert. Virtuosit\u00e4t verlangt Bach hier sowohl vom Chor als auch von den Solisten. Und mitten in ein hochdramatisches Rezitativ l\u00e4sst Bach die Trompete erschallen mit Luthers \u201eDies irae\u201c-Lied: \u201cEs ist gewisslich an der Zeit, dass Gottes Sohn wird kommen\u201c.&nbsp; Wie im Mozart-Requiem wechseln sich auch hier hochdramatische Elemente mit sch\u00f6nster Innigkeit ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Werke helfen uns am Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt, an uns, an Vergangenes und auch Zuk\u00fcnftiges zu denken und zur Ruhe zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Wir laden ganz besonders herzlich dazu ein!<br \/>Ihr Martin Fehlandt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der r\u00e4tselvollsten, unvollendeten und gleichzeitig gro\u00dfartigsten Werke der&nbsp; Musikgeschichte ist das&nbsp;Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist sein letztes Werk. Er muss gesp\u00fcrt haben, dass er selbst dieses grandiose Werk nicht&nbsp; mehr vollenden kann. 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