Konzert zum Sommeranfang: Antonio Vivaldi (12. Juni 2016 – Christuskirche Oberschöneweide)


160612_Vivaldi_PlakatWer mag sie nicht, die fröhlich, spritzige Musik von
Antonio Vivaldi?
Wer kennt nicht seine Violinkonzerte, allen voran
„Die vier Jahreszeiten“?

Weniger bekannt ist, dass Vivaldi auch große und tiefgehende Kirchenmusik geschrieben hat. Da er neben dem Priesteramt auch musikalischer Leiter eines Mädchenwaisenhauses in Venedig war, gehörten kirchenmusikalische Kompositionen zu seinen Aufgaben.

160612_VivaldiAm 12. Juni um 17.00 Uhr
in der Christuskirche Oberschöneweide

 

sind neben dem berühmten „Gloria“ noch andere Werke Vivaldis (u.a.: doppelchörige Psalmen) zu hören.

Die Kantorei Johannisthal mit dem Orchester „Camerata instrumentale“ und den Solisten Doerthe Maria Sandmann und Kathrin Ziegler unter der Leitung von Martin Fehlandt freuen sich auf Ihren Besuch dieses außerordentlichen Konzertes und laden herzlich dazu ein.

Rezension zum Konzert am 15.11.2015

151115_BrahmsRequiem_3„Ich will Euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet …“ (Jesaja 66,13)

Das Brahms-Requiem mit der Kantorei Johannisthal

Willy Groening cc-by-nc-sa de 3.0
Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem
15. November 2015 in der
Christuskirche Oberschöneweide
Willy Groening cc-by-nc-sa de 3.0

Ja, die tote Mutter war es, ihr Menschentrost und der noch früher verstorbene Freund Ro-bert Schumann, die in ihm weiter lebten und Brahms zu seinem Requiem inspirierten. Und zweifellos auch Clara Schumann, zu der er eine tiefe Liebe empfand. Deshalb mussten es menschliche Gefühle sein, die er mit frei gewählten deutschen Bibeltexten verband. Aber auch das war schon ein Kompromiss, denn am liebsten hätte er auf Worte ganz verzichtet und stattdessen den Menschen selbst gesetzt. Er wusste es dennoch zu tun: in seiner Musik. In ihr ist Brahms auf klangfühlende Weise ein Mensch geworden, der uns – immer wieder – in seinen Menschen-Himmel trägt. Um das tun zu können, musste er die klassische (lateinische) Totenmesse hinter sich lassen und in die sinfonische Form ausbrechen. Nur dort war er frei, seine Empfindungen so zu empfangen, wie sie ihn suchten: selig (Satz I und VII), dramatisch (Satz II und VI), dialogisch verschmelzend (Sätze III und V), lieblich (Satz IV), fast immer aus dem Leid über die Trauer in den Trost gelangend. Dabei offenbart sich ein Ausdrucksreich, das düstere Farben, kraftvoll emporwachsende, strahlende Gewissheit und zärtliche Wärme zu einem großen Ganzen verbindet, das nach einem großen Klangkörper und künstlerisch anspruchsvoller Leistung verlangt, die nur wenigen Laienchören ganz gelingt.
Die Kantorei Johannisthal konnte am vergangenen Sonntag unter der Leitung von Martin Fehlandt gemeinsam mit Katrin Ziegler (Sopran), Martin Schubach (Bariton) und der Camerata Instrumentale Berlin in der (mit vielen Stehplätzen überfüllten) Christuskirche Berlin-Oberschöneweide einmal mehr zeigen, dass sie zu den ganz großen Ausnahmeerscheinungen gehört. Die durch viele Jahre gewachsene magische Verbundenheit zwischen Chorleiter und Chor vermochte alle Beteiligten vom ersten bis zum letzten Ton in einer gemeinsamen Hingabe an das Werk zu vereinen, die sich übertrug, zutiefst berührte und offenbarte, was Clara Schumann meinte, als sie schrieb: „Ich kann’s, wie Du ja weißt, nie so recht in Worte fassen, aber ich empfinde den ganzen reichen Schatz dieses Werkes bis ins Innerste, und die Begeisterung, die aus jedem Stücke spricht, rührt mich tief, daher ich mich auch nicht enthalten kann es auszusprechen.“ Nicht zuletzt die eindringliche Intensität, mit der sowohl die poesievollen lyrischen als auch die kraftvollen Sätze plastisch und sinnfällig herausgearbeitet wurden, aber auch die freie offene Strahlkraft des Chorklanges, der sofort die Seele öffnet, haben zu diesem unvergesslichen Ereignis beigetragen.
Wie stark und unmittelbar die Aufführung wirkte, zeigte sich, nachdem der letzte Ton verklungen war, als sich nach anfänglicher Stille ein lang anhaltender frenetischer Beifall entlud, der seinesgleichen sucht. Er darf durchaus als Antwort auf ein Werk verstanden werden, das humanisierende Spuren in der Welt zu hinterlassen vermag …
Wolf Bergelt

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem

151115_BrahmsRequiem_3Am Sonntag, den 15.11.2015 um 17 Uhr ist es soweit: mit dem „Deutschen Requiem“ wird die Kantorie Johannisthal das bisher größte Projekt zu Gehör bringen. Wir danken schon jetzt allen Spendern, die uns im Vorfeld unterstützt haben und freuen uns auf viele Gäste in der schönen Christuskirche in Oberschöneweide!

Passionsmusik am 06. April um 17:00 Uhr in Johannisthal

Schon immer haben das Leiden und Sterben Jesu Christi die Komponisten aller Zeiten zu großen Werken animiert, man denke nur an die großen Passionen von H. Schütz und J.S. Bach. Aber auch viele kleine musikalische Edelsteine sind unter den Vertonungen der Passionstexte zu finden. Textdichter wurden zu eigenen Passionstexten inspiriert, die dann ebenso vertont wurden.

Es erklingen Werke von H. Schütz, J.S. Bach, G.F. Händel, M. Haydn, J. Rheinberger u.a., also aus der Fülle der musikgeschichtlichen Epochen. Interessant, wie die verschiedenen Komponisten in verschiedenen Zeiten mit diesen Texten umgehen.

Sie sind eingeladen, solche Edelsteine der Musik am 6. April im Johannisthaler Gemeindezentrum zu hören.

Gestaltet wird diese Chor – und Orgelmusik vom Chor der Treptower Gemeinde, vom Chor der Johannisthaler Gemeinde und der Johannisthaler Kantorei unter der Leitung von Barbora Yhee und Martin Fehlandt.

Ich freue mich auf Sie, Ihr Martin Fehlandt

Konzert: Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach

Samstag, 7. Dezember 17.00 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide.

131207_WOWeihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach

Kantaten 1 – 3

Johannisthaler Kantorei
Camerate instrumentale

Doerthe Maria Sandmann (Sopran)
Ines Muschka (Alt)
Christoph Leonhard (Tenor)
Martin Schubach (Baß)

Leitung: Martin Fehlandt

Eintritt 15€, ermäßigt 12€  – Vorverkauf in den Gemeindebüros Oberschöneweide und Johannisthal und an der Abendkasse

Konzert der Kantorei Johannisthal mit der Pianistin Tamara Kornemann am 18. August

Am 18. August, 17.00 Uhr, wird in unserem akustisch neugestalteten Kirchsaal ein besonderes Konzert stattfinden. In der Reihe der Konzerte des Fördervereins für die Kirche Johannisthal erleben Sie eine Musik, die auf Frühling und Sommer abgestimmt ist. Chor- und Klaviermusik der Romantik wird Sie verzaubern. Kompositionen von Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms, Dvořák und anderen erklingen. Die Kantorei wird alleine singen, in Begleitung mit Klavier, Klavier solo, Männerchor, Frauenchor…

Ein bunter Blumenstrauß hauptsächlich weltlicher Musik soll Freude bringen.

Ich lade ganz herzlich dazu ein und freue mich auf Ihr Kommen!

Martin Fehlandt